Was verursachte die kalifornischen Waldbrände?

Hauptgrund ist falsches Landschaftsmanagement

Jede Naturkatastrophe – Feuer, Überschwemmungen, Dürren, Stürme, sogar Erdbeben – wird heute auf den anthropogenen Klimawandel zurückgeführt.

So haben auch die schweren Waldbrände um Los Angeles vorhersehbar die Rufe nach mehr Klimaschutz entfacht.

Allerdings sind die jüngsten Brände größtenteils auf gut dokumentierte Wetterphänomene wie die Santa-Ana-Winde, historische Landnutzungsmuster und menschliche (Fehl-)Entscheidungen zurückzuführen – und nicht auf nebulöse „Klimafaktoren“.

Konstante Anzahl der Waldbrände

Historische Aufzeichnungen zeigen, dass große Waldbrände seit Jahrtausenden zum Ökosystem des US-Staates gehören. Nach Angaben des U.S. Geological Survey ist die Häufigkeit großer Waldbrände in Südkalifornien im letzten Jahrhundert relativ konstant geblieben. Besiedlung und Landbewirtschaftung spielen dabei eine weitaus größere Rolle als ohnehin zweifelhafte globale Temperaturtrends.

Jahrhunderte lang und aus gutem Grund praktizierten amerikanische Ureinwohner das kontrollierte Abbrennen, das die europäischen Einwanderer jedoch nicht fortsetzten. So wuchs eine dichte, feueranfällige Vegetation heran. Tatsächlich sind die meisten der heutigen Waldbrände Kaliforniens auf diese überwucherten Landschaften zurückzuführen. Der zündende Funke stammt dabei meist aus Brandstiftung, Unachtsamkeit oder schlechter Landbewirtschaftung.

Verwechslung von Wetter und Klima

Zur Klarstellung: Die Santa-Ana-Winde sind ein kurzfristiges Wetterereignis, kein langfristiger Klimatrend. Die hartnäckige Verwechslung von Wetter und Klima in den Medien geschieht wohl eher aus Mutwillen denn aus Unwissenheit. Klima bezieht sich auf Muster, die über mindestens drei Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte aufgezeichnet werden, während Wetter die direkten atmosphärischen Bedingungen betrifft. Das Ignorieren dieser Unterscheidung schürt Alarmismus auf Kosten eines differenzierten Verständnisses.

Die Fixierung der Medien auf den Klimawandel als alleinigen Sündenbock führt dazu, dass kritische Faktoren wie Landmanagement, Stadtplanung und Brandverhütung viel zu wenig Beachtung finden. Zudem werden durch den Klima-Hype oft Ressourcen von dringenden Problemen wie Brandverhütung und Verbesserung der Infrastruktur abgezogen. Statt Lösungen vor Ort für die jeweilige Ökologie zu suchen, werden globale Maßnahmen durchgesetzt, die keinen nachweisbaren Effekt auf Naturkatastrophen haben.

Quellen

https://eike-klima-energie.eu/

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